Bürgermeisterkandidat Jörg Wegel (CDU) wohnt in Rodau direkt am Waldrand. (Foto: Ulrike Bernauer)

Der CDU-Kandidat Jörg Wegel aus Rodau bewirbt sich in Groß-Bieberau für den Chefsessel im Rathaus. Er koordiniert bei DB Cargo bundesweit Baustellen, ist verheiratet und hat eine zwölfjährige Tochter.

GROSS-BIEBERAU – Jörg Wegel, 48 Jahre, tritt am 2. Februar für die CDU bei der Bürgermeisterwahl in Groß-Bieberau an. Vor knapp zwei Jahren trat er in die örtliche CDU ein. Als klar war, dass Bürgermeister Edgar Buchwald (SPD) nicht mehr antreten würde, fragten ihn seine Parteigenossen, ob er sich das Amt des Bürgermeisters vorstellen könne. Wegel beriet sich mit Freunden und seiner Frau, und heraus kam: „Ja, das wäre etwas für mich, da könnte ich mich einbringen.“
Wegel ist in Mainz geboren und aufgewachsen, über Zwischenstationen zog er erst nach Reinheim und im Jahr 2001 nach Groß-Bieberau. Seit 2005 lebt er in Rodau. In Mainz verließ er mit der Mittleren Reife die Schule und machte danach seine Ausbildung bei der Bahn, bei der er heute noch beschäftigt ist. Er schlug die mittlere Beamtenlaufbahn ein. Seit 15 Jahren ist er beim Tochterunternehmen DB Cargo beschäftigt und kümmert sich bundesweit mit sechs Kollegen um die Koordinierung der aktuell 6500 Baustellen der Bahn.

Wegel ist seit 2001 mit seiner Frau Jutta verheiratet, die beiden haben mit Julia eine zwölfjährige Tochter. Gefragt nach Hobbys, erklärt Wegel: „Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten sind mein Hobby.“ Früher hatte die Familie einen Hund, Gattin Jutta hat zwei Pferde. „Früher bin ich auch geritten, aber seit Julia auf der Welt ist, habe ich dafür keine Zeit mehr“, sagt Wegel. Als die Tochter größer wurde, begann er sich erst in der Kita zu engagieren, dann später in der Schule. Er ist Mitglied im Tennisclub, im Schützenverein und im Motorsportclub Rodau.
Durch sein Engagement im Kita- und Schulbereich hat er gemerkt, mit viel Einbringen kann man auch etwas erreichen. Sein Motto: „Nicht meckern, sondern mitarbeiten.“ Als seine Tochter die Kita Mullewapp besuchte, stieg er in den Elternbeirat ein. In der Haslochbergschule war er Vorsitzender des Elternbeirates und des Fördervereins. Aufgrund dieses Engagements wurde er von Pfarrer Sebastian Bähringer gefragt, ob er im evangelischen Kirchenvorstand mitarbeiten wolle. Wegel wollte und ist heute der Leiter des Ausschusses Kindertagesstätte. „Ich habe im Kindergarten manchen Kampf ausgefochten und auch viele gute Ergebnisse erzielt.“
Diese Erfahrungen bewogen Wegel jetzt auch zur Kandidatur für den Posten des Bürgermeisters. Auf die Frage, was für ihn das drängendste Problem sei, nennt er die Verkehrsproblematik. „Der Verkehr ist ein großes Thema und ohne Kontakte zu den Parteien funktioniert das nicht.“ Wegel will seine Kontakte zur CDU-Bundestagsabgeordneten Patricia Lips und zum Landtagsabgeordneten und Generalsekretär der hessischen CDU, Manfred Pentz, nutzen, um bei der Umgehung etwas zu erreichen. Aber damit ist für ihn das Thema Verkehr in Groß-Bieberau nicht erledigt, auch bei etlichen kleineren Straßen sieht er Handlungsbedarf zur Sanierung.
Ein weiteres Thema, das ihn umtreibt, sind die Gewerbesteuereinnahmen. Es sei zwar nicht schön, dass so manche Läden leer stünden und hier müsse auch etwas unternommen werden, aber Wegel setzt auch auf die Ansiedlung von Groß-Gewerbe. „Wir müssen große Firmen hierher bekommen, egal wie.“
Auch für den Erhalt des Schulstandorts der Albert-Einstein-Schule will er sich einsetzen. Besonders wichtig ist für ihn sein Motto: „Zuhören, Vereinen, Anpacken“. Fragen der Bürger müssten ernst genommen werden, Lösungsansätze, egal, von welcher Partei sie kommen, angeschaut werden und dann im Sinne der Bürger gehandelt werden.

Quelle: Echo Online
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